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Creme-PUVA-Therapie
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Liebe
Patientin, lieber Patient,
Die Creme-PUVA-Therapie stellt eine sehr wirkungsvolle
Behandlungsform bei hartnäckigen Hand- und Fußekzemen,
bei (pustulöser) Schuppenflechte (Psoriasis) der Handflächen,
der Fußsohlen oder der Kopfhaut sowie bei anderen chronisch-entzündlichen
Hauterkrankungen dar.
Wie
funktioniert die Creme-PUVA-Therapie?
Das
Prinzip dieser Behandlung besteht darin, daß nach Auftragen
einer Ihnen vom Arzt rezeptierten Creme (mit dem Wirkstoff
Methoxypsoralen/8-MOP) die erkrankten Hautpartien
(z.B. Handflächen oder Fußsohlen) mit langwelligem Ultraviolettlicht
(UVA) in langsam steigender Dosierung bestrahlt werden.
Die MOP-Creme muß ca. 1 Stunde vor der Bestrahlung
aufgetragen werden und bewirkt eine erhöhte Lichtempfindlichkeit
der Haut gegenüber den UV-Strahlen. Die Behandlung sollte
anfangs 3 - 4 mal wöchentlich durchgeführt werden.
Bei einer Besserung der Symptome kann der Therapieerfolg
mit 1 - 2 Behandlungen pro Woche aufrecht erhalten
werden. Eine sichtbare Besserung stellt sich meist erst
nach 10 - 15 Anwendungen ein.
Was ist bei der Durchführung einer Creme-PUVA-Therapie
zu beachten?
Bitte
beachten Sie, daß nach einer Creme-PUVA-Behandlung für
mehrere Stunden eine Empfindlichkeitssteigerung der
Haut gegenüber UVA-Strahlung besteht, also auch
gegenüber Sonnenlicht. In dieser Zeit ist jede Sonnenbestrahlung
oder Bräunungsbestrahlung (im Solarium), auch eine Besonnung
hinter Fensterglas, unbedingt zu vermeiden. Im Sommer
sollten Sie die Bestrahlung deshalb vorsichtshalber
am Nachmittag oder am frühen Abend durchführen. 8-MOP
darf bei einer Schwangerschaft nicht angewendet werden,
so daß unter der Creme-PUVA-Therapie eine sichere Schwangerschaftsverhütung
bei Frauen im gebärfähigen Alter vorzunehmen ist.
Was
ist bei der Durchführung einer Creme-PUVA-Therapie außerdem
zu berücksichtigen?
Eine
Abheilung Ihrer Hauterkrankung tritt gewöhnlich nach
20 - 25 Anwendungen bei 3 - 4 Bestrahlungen pro Woche
ein. Wurde nach dieser Zeit kein wesentlicher therapeutischer
Fortschritt erzielt, sollte die Behandlung abgebrochen
werden. Nach Abheilung der Hautveränderungen sollte
die Creme-PUVA-Therapie nicht abrupt beendet werden,
sondern zur Stabilisierung des Therapieerfolges eine
langsame Reduktion der wöchentlichen Anwendungen erfolgen.
Achten Sie beim Auftragen der 8-MOP-Creme darauf, daß
Sie nicht nur die erkrankten Hautareale sondern auch
die nähere Umgebung gleichmäßig eincremen. Vermeiden
Sie den Kontakt mit anderen Hautarealen, die keine Zeichen
der Hauterkrankung aufweisen (Sonnenbrandgefahr!) Es
hat sich vielfach bewährt, nach dem Eincremen der Hände
Baumwollhandschuhe zu tragen.
Der
zeitliche Abstand zwischen dem Auftragen der 8-MOP-Creme
und der Bestrahlung in unserer Praxis sollte 60 -
90 Minuten betragen, um ein optimales Ergebnis zu
erzielen.
Vermeiden
Sie den Kontakt der Creme mit Augen und Schleimhäuten.
Damit die Creme bzw. der Wirkstoff auch ausreichend
einwirken kann, meiden Sie in den von Ihnen behandelten
Arealen enganliegende Kleidungsstücke, die zu einem
Abrieb bzw. zum Verteilen der Creme auf gesunde umliegende
Haut führen könnten.
Decken
Sie während der Bestrahlung alle nicht betroffenen Hautpartien
(insbesondere Gesicht, Hals, Unterarme etc.) ab, um
eine medizinisch nicht notwendige Bestrahlung der Haut
mit UV-Licht zu vermeiden.
Wenn
Sie unter der Therapie eine verstärkte Rötung der Haut
oder andere Ihnen nicht bekannte Symptome verspüren,
sprechen Sie uns vor der Durchführung der nächsten
Bestrahlung an. Nur Ihr Arzt kann entscheiden, wie solche
Symptome zu bewerten sind und ob sie Gegenmaßnahmen
erforderlich machen. Brechen Sie die Behandlung nicht
ohne vorherige Rücksprache mit einem der Praxisärzte
vorzeitig ab!
Bei
Beachtung dieser Ratschläge wird die Creme-PUVA-Therapie
sehr wahrscheinlich auch bei Ihnen eine deutliche Besserung
Ihrer Hautkrankheit bewirken.
Ihr Praxisteam wünscht Ihnen einen guten Heilungserfolg.
Stand:
8/2004
Copyright
© 2008 by Dr. med. Peter Pierchalla.
Alle Rechte vorbehalten.
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