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Abschleifen
der Haut (Dermabrasion)
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Liebe
Patientin, lieber Patient,
störende Unregelmäßigkeiten der Hautoberfläche, insbesondere
Aknenarben sowie Faltenbildungen im Bereich von Ober-
und Unterlippe lassen sich häufig durch eine Hautabschleifung
(Dermabrasion) korrigieren.
Wie
wird der Eingriff durchgeführt?
Kleinere
Hautbezirke können ohne Schmerzbetäubung abgeschliffen
werden. Bei größeren Bereichen wird der Eingriff meist
in örtlicher Betäubung (durch Einspritzung eines Lokalanästhetikums)
durchgeführt. Beim hochtourig rotierenden Schleifgerät,
dessen Walze meist mit Diamantsplittern besetzt ist,
oder einem Gerät, das ähnlich arbeitet wie ein Sandstrahlgebläse,
werden die obersten Hautschichten bzw. überstehendes
Narbengewebe soweit abgeschliffen bis kleinste Blutpunkte
entstehen; tiefere Hautschichten bleiben unberührt.
Anschließend wird ein Salbenverband aufgetragen.
Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten?
Beschränkt
sich die Abschleifung zu sehr auf die Hautoberfläche,
so ist der Erfolg entsprechend gering. Werden beim Versuch,
möglichst effektiv zu behandeln, tiefere Hautschichten
erfaßt, kann es andererseits zu lange anhaltenden Hautrötungen
und in seltenen Fällen auch zu sichtbaren Narben kommen.
Werden Drüsenausführungs-gänge durch die Abschleifung
verschlossen, können sich kleine Zysten (Milien) bilden,
die später eröffnet werden müssen. Der Aufwand dafür
ist aber relativ gering. Gelegentlich treten auffallende
Hautverfärbungen (Pigmentstörungen) auf, die von Dauer
sein und eine weitere Behandlung erfordern können. Sie
lassen sich meist darauf zurückführen, daß sich die
Patienten nach dem Eingriff zu früh der Sonne ausgesetzt
haben. Schwellungen oder Infektionen, die längere Zeit
anhalten, sind eher selten.
Aknenarben dürfen nur im entzündungsfreien Stadium behandelt
werden, damit sich die Infektion nicht ausbreitet. Auch
vorbereitende, begleitende oder nachfolgende Maßnahmen
(z.B. die Injektion eines Lokalanästhetikums) können
selten einmal örtliche Gewebsschäden (Spritzenabszesse,
Nekrosen, Nerven- und/oder Venenreizungen) nach sich
ziehen.
Was
kann ich von einer Hautabschleifung erwarten?
Bei
den meisten Patienten kann das Aussehen deutlich verbessert
werden. Das Behandlungsergebnis hängt vom Ausgangsbefund
ab und vom jeweiligen Aufbau der Haut, die je nach Körperregion
unterschiedlich ist. Die besten Ergebnisse lassen sich
im Gesicht erzielen. Im Bereich der Augenlider ist eine
Abschleifung aber nicht möglich. Da nur die obersten
Hautschichten abgetragen werden, kann das Ergebnis ggfs.
durch wiederholtes Abschleifen verbessert werden. Fältchen
im Bereich von Ober- und Unterlippe können oft erstaunlich
gebessert werden, völlig beseitigen lassen sie sich
aber nicht. Auch läßt sich durch den Eingriff die ursprüngliche
Elastizität der Haut nicht wiederherstellen, da der
Alterungsprozess der Haut fortschreitet. Auch Aknenarben
können nur verbessert, nicht aber völlig beseitigt werden.
Was
ist nach einer Hautabschleifung zu beachten?
Falls
der Eingriff ambulant in örtlicher Betäubung erfolgt,
sollten Sie sich von einer Begleitperson nach hause
bringen lassen. Der Schorf, der sich auf der abgeschliffenen
Hautfläche bildet, darf auf keinen Fall abgezupft werden.
Er löst sich innerhalb von 5 bis 10 Tagen vom Rand her
allmählich selbst. Das Auftragen spezieller Salben im
Randbereich kann diesen Prozeß unterstützen. Schorfanteile,
die sich bereits abgelöst haben, können mit einer sauberen
Schere abgeschnitten werden. Die unter dem Schorf zum
Vorschein kommende zart rosa Haut muß während der nächsten
Monate vor der Sonne geschützt werden.
Tragen Sie deshalb bitte unbedingt eine Sonnenschutzcreme
mit einem höheren Lichtschutzfaktor (größer 10) auf,
verwenden Sie jedoch keine selbstbräunenden Sonnencremes.
Bitte
fragen Sie uns, wenn Sie mehr über die Dermabrasion
wissen möchten.
Stand:
8/2004
Copyright
© 2008 by Dr. med. Peter Pierchalla.
Alle Rechte vorbehalten.
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