Periorale Dermatitis
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Liebe Patientin, lieber Patient,

die Periorale Dermatitis tritt gehäuft bei Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren auf und bevorzugt die Umgebung des Mundes (perioral = um den Mund herum) und der Nase sowie die Haut an den seitlichen Unterlidern. Typisch für die Erkrankung ist die Ausbildung stecknadelkopfgroßer Knötchen und Pusteln auf entzündlich geröteter Haut (Dermatitis = Hautentzündung). Die bevorzugte Jahreszeit ist der Winter und das Frühjahr.

Die Ursache dieser relativ häufigen Erkrankung ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Die meisten Frauen mit Perioraler Dermatitis haben anlagebedingt eine trockene Haut und benutzen zur Hautpflege gerne fetthaltige Salben und Emulsionen (sog. Nährcremes). Es wird vermutet, daß die Erkrankung durch Konservierungsmittel, Emulgatoren oder Duftstoffe, die in diesen Pflegemitteln enthalten sind, ausgelöst wird. Diskutiert werden auch hormonelle Faktoren sowie die Verwendung Fluorid-haltiger Zahnpasten und Mundpflegemittel.

Viele Frauen greifen nach dem Auftreten erster Hautveränderungen zu Cortison-haltigen Cremes, die zunächst scheinbar wirken, später aber eine erhebliche Verschlechterung der Haut hervorrufen. Es kann in solchen Fällen mehrere Monate dauern, bis sich der Hautbefund nach dem Absetzen des Cortisons wieder normalisiert hat (sog. "Cortisonentzug").

Die Periorale Dermatitis läßt sich gut behandeln. Eine Abheilung wird fast immer innerhalb von drei bis sechs Wochen durch Auftragen einer fettarmen Emulsion mit Erythromycin oder Metronidazol oder durch Einnahme eines Antibiotikums (Doxycyclin oder Minocyclin) erreicht. Die äußere Behandlung sollte mit einer parfümfreien Creme oder Emulsion erfolgen, deren Fettanteil nicht über 50 % liegen darf. Zur Reinigung des Gesichts empfiehlt sich warmes Wasser ohne Seife oder eine milde Reinigungsmilch.

Wir empfehlen Ihnen, nach Besserung des Hautbefundes eine Hautanalyse in unserer Praxis durchführen zu lassen. Anhand der erhobenen Meßbefunde können wir Ihnen eine individuelle Empfehlung zur weiteren Pflege und Reinigung der Haut geben, so daß in vielen Fällen eine erneutes Auftreten der Perioralen Dermatitis vermieden werden kann.

Stand: 8/2004


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