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Rosacea
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Liebe
Patientin, lieber Patient,
die Rosacea ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung,
deren Ursachen noch nicht gänzlich geklärt sind. Es
besteht kein Ansteckungsrisiko. Eine erbliche Veranlagung
wird vermutet. Obwohl etwa 5 - 7 % der Bevölkerung unter
dieser Hauterkrankung leiden, wird sie oft nicht rechtzeitig
erkannt. Die Rosacea entsteht nach und nach in Etappen
über mehrere Jahre. Die Erkrankung wird im Volksmund
auch Kupferrose, Couperose, Kupferfinne oder Rotfinne
genannt..
Das
typische Erscheinungsbild der Rosacea:
-
meist Nase, Wange, Stirn und Kinn betroffen
- Auftreten
von Blutwallungen und Hitzegefühl
- Rötung
und Schwellung der Gesichtshaut durch Stauung der
Hautvenen
- Bildung
erweiterter Blutgefäße (Teleangiektasien)
- Bildung
entzündlicher Knötchen, evtl. mit kleinen Eiterbläschen
- Bindehautentzündung
der Augen (bei 30 - 50 % der Betroffenen)
- im
Spätstadium: groteske Vergrößerung der Nase, die sog.
Kartoffelnase (Rhinophym); tritt meist nur bei Männern
auf.
Für
die Behandlung der Rosacea gilt: Eine frühe und
regelmäßige Therapie kann im Verlauf dieser Hauterkrankung
günstig beeinflussen und zu einer deutlichen Besserung
führen. Eine Besserung der Erkrankung ist bei den meisten
Patienten 2 bis 4 Wochen nach Therapiebeginn zu erwarten.
Den Behandlungserfolg können Sie durch Ihre aktive Mithilfe
unterstützen.
Das Gel bzw. die Creme, die Ihnen Ihr Arzt verordnet
hat, sollte 2 mal täglich auf die saubere und gründlich
abgetrocknete Haut aufgetragen werden. Führen Sie die
Behandlung so lange fort, wie Ihr behandelnder Arzt
es für erforderlich hält. In schweren Fällen kann die
Einnahme eines Antibiotikums (z.B. Doxycyclin, Minocyclin)
oder von Isotretinoin erforderlich sein.
Vermeiden
Sie:
- extreme
klimatische Schwankungen, wie Hitze, Kälte oder Wind
- zu
heiße oder kalte Bäder
- zu
heiße Getränke, scharf gewürzte Speisen oder Alkohol
- die
Anwendung von Pflegeprodukten auf alkoholischer Basis
oder anderen hautreizenden Substanzen, wie Lotionen,
Aftershaves, Parfums usw.
- die
Verwendung von zu fetthaltigen Kosmetika
- Stress
- UV-Licht
Verwenden
Sie zur täglichen Pflege Ihrer Haut:
- milde
Reinigungsmittel, z.B. Reinigungsmilch
- nicht
fettende Feuchtigkeitscremes
- nicht
fettendes Make-up
- Ölfreie
und nicht fettende Sonnenschutzcreme bei Aufenthalt
in der Sonne.
Empfehlenswert
ist die Durchführung einer apparativen Hautanalyse (Messung
von Talggehalt und Feuchtigkeit der Haut im Gesicht)
in unserer Praxis, um Sie hinsichtlich der Hautpflege
Ihres Gesichtes individuell beraten zu können.
Stand:
8/2004
Copyright
© 2008 by Dr. med. Peter Pierchalla.
Alle Rechte vorbehalten.
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